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Fragen zum Teichplaner
So funktioniert der Planer
Wie berechnet der Teichplaner das Wasservolumen?
Nach dem Zonenmodell: Die Grundfläche ist Länge × Breite, bei Oval und Freiform × 0,8 als Formfaktor. Die Sumpfzone wird mit 0,20 m Stufentiefe gerechnet, die Flachwasserzone mit 0,50 m, der Rest als Tiefwasserzone bis zur maximalen Tiefe (Zonentiefen nach Oase). Ein ovaler Teich 4 × 3 m mit 1,0 m Tiefe, 20 % Sumpf und 30 % Flachwasser ergibt 9,6 m² und rund 6,6 m³. Als Plausibilitätswert zeigt der Rechenweg zusätzlich Fläche × 0,6 × maximale Tiefe.
Wie viel Teichfolie und Vlies brauche ich?
Nach der Händlerformel: Folienlänge = Länge + 2 × Tiefe + 2 × Rand, Folienbreite analog. PVC-Folie kommt in 2 m breiten Bahnen, deshalb wird die kurze Seite auf volle 2 m aufgerundet; EPDM wird nach Maß zugeschnitten. Das Schutzvlies hat dieselbe Fläche wie die Folie. Für den Beispielteich 4 × 3 × 1,0 m mit 0,5 m Rand ergibt das 7,0 × 6,0 m = 42 m² Folie und 42 m² Vlies.
Welche Pumpe und welcher Filter passen zu meinem Teich?
Der Planer wählt das kleinste Oase-Filterset, dessen Herstellerangabe für die Besatzklasse (ohne Fische, mit Fischen, Koi) das Volumen abdeckt – BioSmart 5000 bis 36000 und BioTec ScreenMatic² 40000 bis 90000. Die Set-Pumpe wird gegen die Umwälzregel geprüft (ohne Fische 1 × je 4 h, Fischteich 1 × je 2 h, Koi 1 × je Stunde), die UVC-Leistung gegen den Richtwert 1 / 2 / 4 W je m³ (+ 50 % bei Vollsonne); fehlt Leistung, kommt ein Vitronic-Zusatzklärer dazu.
Wie genau ist die Kostenschätzung des Teichplaners?
Die Materialliste rechnet mit Marktpreisen vom Oktober 2026 deutscher Teichfolien- und Teichtechnik-Händler sowie Containerdiensten, brutto inklusive Mehrwertsteuer, ab Händler ohne Versand. Wasser- und Strompreise sind Beispielwerte (Berliner Wasserbetriebe, BDEW) und regional unterschiedlich; Kies für die Kapillarsperre, Bachlaufschalen und Teichpflanzen sind nicht bepreist. Das Ergebnis ist eine Vorschau nach dokumentierter Rechenlogik, keine Fachplanung – eigene Angebotspreise lassen sich unter „Preise anpassen“ eintragen.
Technik & Bauausführung
Wie wird die Teichgrube mit Stufen und Flachzonen ausgehoben?
Die Grube wird von außen nach innen terrassiert: Umriss abstecken, Sumpfstufe mit etwa 20 cm und Flachwasserstufe mit etwa 50 cm Tiefe als waagerechte, mindestens 30 bis 40 cm breite Absätze anlegen, zuletzt die Tiefwasserzone mit Böschungen nicht steiler als etwa 30°, damit Substrat und Folie nicht abrutschen. Der Rand muss rundum gleich hoch liegen, geprüft mit Nivelliergerät oder Schlauchwaage, die Sohle wird steinfrei mit Sand geglättet. Lassen Sie im Angebot Stufenmaße, Randhöhe und den Graben für die Kapillarsperre ausweisen.
PVC, EPDM oder PE: Welche Teichfolie passt zu welchem Teich?
PVC ist mit etwa 5 bis 10 € je m² am günstigsten, kommt in 2-m-Bahnen und hält rund 15 bis 20 Jahre, wird aber bei Kälte steif; EPDM-Kautschuk kostet etwa das Doppelte, bleibt bei Frost elastisch, wird nach Maß geliefert und hält 30 Jahre und länger, weshalb der Planer sie für Fisch- und tiefe Teiche vorschlägt. PE- oder PP-Folien sind steif, nur verschweißbar und eher für große, eckige Becken gedacht. Verlangen Sie Materialstärke, Hersteller, Fischverträglichkeit und Garantiezeit im Angebot.
Wie wird die Folie faltenfrei verlegt, und wann müssen Bahnen verschweißt werden?
Völlig faltenfrei geht es bei Freiformen nicht: Die Folie wird an einem warmen Tag von der Mitte aus ausgelegt, beim langsamen Befüllen nachgezogen und die restlichen Falten werden gezielt als flache Kellerfalten in die Ecken gelegt, nie unter Spannung. Verschweißt wird, wenn der Zuschnitt das lieferbare Maß übersteigt, bei PVC also fast immer ab 2 m Breite, bei EPDM erst bei sehr großen Teichen. Nähte vor Ort gehören in Fachhand; die Dichtprobe vor dem Kieseinbau sollte im Angebot stehen.
Wie wird der Uferrand mit Ufermatte und Kies gestaltet, damit die Folie nicht sichtbar bleibt?
Die Folie wird am Rand senkrecht 5 bis 10 cm über den Wasserspiegel geführt und in einen Kiesgraben oder hinter Randsteine gelegt, das ist die Kapillarsperre; die Ufermatte wird auf der Böschung bis zur Wasserlinie verklebt, mit Kies, Steinen und Sumpfpflanzen bedeckt und endet vor der Sperre. Im Flachwasser decken Kies 16/32 und Pflanzkörbe die Folie ab, oberhalb schließt Rasen oder Beet an. Der Planer berechnet Mattenlänge und Grabenvolumen; das Angebot sollte Randabschluss und Kiesmenge als eigene Posten führen.
Wie werden Skimmer, Bodenablauf und Filter angeschlossen?
Bei gepumpten Systemen steht der Skimmer als Standgerät im Teich an der Filterpumpe, der Planer wählt ihn nach Wasserfläche; beim Schwerkraftsystem werden Bodenablauf und Einbauskimmer mit Folienflanschen eingeklebt, über KG-Rohre DN 110 in einen tiefer gesetzten Filter geführt, die Pumpe sitzt dahinter. Jede Durchführung durch die Folie ist eine Leckagestelle und gehört in Fachhand, der Stromanschluss mit FI-Schutzschalter 30 mA an eine Elektrofachkraft. Das Angebot sollte einen Rohrplan mit Anzahl der Flansche und Garantie auf die Durchführungen enthalten.
Kosten & Budget
Welche Teichgröße ist in Eigenleistung noch realistisch, und ab wann lohnt sich der Fachbetrieb?
Bis etwa 10 m² Wasserfläche und 1 m Tiefe, also rund 5 bis 8 m³ Aushub, lässt sich ein Folienteich mit Fertigfolie, Standardfilterset und Container in Eigenleistung bauen. Darüber kommen Minibagger, Folienschweißung, Schwerkraftfilter und bei Koi Tiefen ab 1,5 m ins Spiel, und der Fachbetrieb mit etwa 65 bis 170 € je m² Wasserfläche wird zur sichereren Wahl, weil ein undichter Flansch den ganzen Teich kostet. Vergleichen Sie im Planer Containerkosten und Arbeitslohnspanne und entscheiden Sie, welche Schritte Sie abgeben.
Wie viel Strom verbrauchen Pumpe und Filter im Jahr?
Ein kleines Filterset mit rund 30 W für Pumpe und UVC verbraucht im Dauerbetrieb etwa 280 kWh im Jahr, also rund 100 € bei 0,37 € je kWh, ein Set für einen 20-m³-Fischteich mit etwa 80 W rund 700 kWh oder 260 €, Koi-Anlagen deutlich mehr; der Planer rechnet das aus Herstellerangaben und Laufzeit. Eine Winterpause von drei bis vier Monaten spart ein Drittel. Lassen Sie sich die Leistungsaufnahme der angebotenen Technik in Watt nennen, nicht nur die Fördermenge.
Welche Teichtechnik lohnt sich wirklich, und welche ist überflüssig?
Für einen Fischteich sind Filter, Pumpe und UVC-Klärer die Basis, ein Skimmer lohnt bei Laubeintrag, ein Bodenablauf ab Koi-Besatz; der Planer wählt diese Teile nach Volumen und Besatzklasse. Überflüssig sind für Naturteiche ohne Fische die gesamte Filtertechnik, für kleine Teiche Teichheizungen, Sauerstoffsteine ohne Überbesatz, Pflegemittel-Abos und Unterwasserbeleuchtung, die Algen fördert. Eine ausreichend große Pflanzenzone ersetzt viel Technik. Entscheiden Sie zuerst über den Fischbesatz, denn er bestimmt, welche Technik im Angebot stehen muss.
Was kosten Teichpflanzen und Fische für den Start?
Für Sumpf- und Flachwasserzone rechnen Sie mit drei bis fünf Pflanzen je m² zu etwa 3 bis 8 € je Topf, Seerosen etwa 15 bis 40 €, sodass ein 10 m² großer Pflanzbereich etwa 150 bis 400 € kostet; der Planer bepreist Pflanzen nicht, weil Sortiment und Größe zu stark schwanken. Goldfische kosten etwa 3 bis 10 € je Tier, Koi ab 30 € bis in den vierstelligen Bereich. Bei Fachbetrieben steht die Erstbepflanzung meist als eigene Position im Angebot.
Wie sparen Solarpumpen und Zeitschaltungen Betriebskosten?
Solarpumpen sparen nur dort, wo Unterbrechungen nichts kosten, also bei Springbrunnen oder Bachläufen ohne Filterfunktion; als Filterpumpe für einen Fischteich scheiden sie aus, weil die Filterbakterien Dauerdurchfluss brauchen und nachts oder bei Wolken kein Strom fließt. Zeitschaltungen eignen sich für Bachlauf, Beleuchtung und den UVC-Klärer außerhalb der Algenzeit, nicht für die Filterpumpe. Mehr bringen eine regelbare Eco-Pumpe mit passender Fördermenge und die Winterabschaltung. Lassen Sie sich die Jahresstromkosten der angebotenen Pumpe vorrechnen.
Betrieb, Pflege & Sicherheit
Wie lange dauert es nach dem Befüllen, bis Fische einziehen können?
Rechnen Sie mit vier bis sechs Wochen, bis sich im Filter und am Substrat genügend Bakterien gebildet haben, die Ammonium und Nitrit abbauen; erst wenn Nitrit nicht mehr nachweisbar ist und der pH-Wert stabil zwischen 7 und 8,5 liegt, dürfen die ersten Fische einziehen, zunächst wenige und bei Wassertemperaturen über 12 bis 15 °C. Pflanzen kommen sofort nach dem Befüllen, Starterbakterien verkürzen die Phase um einige Tage. Vereinbaren Sie mit Betrieb oder Händler eine Wasseranalyse vor dem Besatz.
Wie viele Fische verträgt mein Teichvolumen?
Als Faustregel gelten 250 bis 1.000 l je Goldfisch und 3.000 l je Koi bei mindestens 10 m³, ergänzt um höchstens etwa 1 kg Fisch je 1.000 l; der Planer zeigt daraus die Anzahl für Ihr Volumen. Fische wachsen und vermehren sich, deshalb mit der Hälfte des Maximums starten. Überbesatz ist die häufigste Ursache für Algen, Krankheiten und Sauerstoffmangel. Lassen Sie den Filter im Angebot für den geplanten Endbesatz auslegen, nicht für den Startbesatz.
Welche Wasserwerte sollten regelmäßig geprüft werden?
Regelmäßig prüfen sollten Sie pH-Wert zwischen 7 und 8,5, Karbonathärte von mindestens 5 °dH als pH-Puffer, Nitrit, das bei null liegen muss, Nitrat unter 50 mg/l, Phosphat als Algennährstoff sowie im Sommer Sauerstoffgehalt und Temperatur. In den ersten Monaten wöchentlich mit Tropfentests, später monatlich und nach Starkregen, Fischzugang oder Hitzeperioden. Schwankende Werte deuten auf Überbesatz, Futterreste oder zu wenig Pflanzen hin. Ein Pflegevertrag mit dem Betrieb sollte Messintervalle und Grenzwerte festschreiben.
Wie oft muss ein Teich entschlammt werden, und wer macht das?
Je nach Laub- und Fischbesatz wachsen jährlich 1 bis 2 cm Schlamm, deshalb genügt meist eine Teilentschlammung im Herbst mit Schlammsauger, und alle fünf bis zehn Jahre steht eine Grundreinigung an, bei der Fische in Hälterbecken umgesetzt und Pflanzen geteilt werden. Kleine Teiche schaffen Sie mit Mietgerät selbst, bei Fischteichen ab einigen Kubikmetern übernehmen Teichpflegebetriebe mit Sauger, Hälterung und Entsorgung. Unbelasteter Teichschlamm darf kompostiert oder in Beete eingearbeitet werden. Das Angebot sollte nach Volumen abrechnen und die Fischhälterung einschließen.
Wie überwintern Fische sicher, und brauche ich einen Eisfreihalter?
Fische überwintern sicher, wenn die Tiefwasserzone mindestens 80 cm, bei Koi 1,5 bis 2 m misst, die Fütterung unter etwa 10 °C eingestellt wird und die Pumpe aus der Tiefe genommen wird, damit die wärmere Schicht am Grund erhalten bleibt. Ein Eisfreihalter oder kleiner Sprudler im Flachwasser hält eine Öffnung für Faulgase frei; Eis nie aufschlagen, die Druckwellen schädigen die Fische. Filter und UVC werden frostfrei gelagert. Klären Sie mit dem Betrieb, ob Einwinterung und Frühjahrsstart zum Pflegeangebot gehören.
Alle Berechnungen sind Richtwerte für die Vorplanung und ersetzen keine Fachplanung vor Ort. Fachbetriebe finden Sie unter Teich- & Wasseranlagen, weitere Werkzeuge unter Planer & Rechner.